„Kennst du viele Sprachen - hast du viele Schlüssel für ein Schloss“

Da Voltaire schon im 18. Jahrhundert die enorme Bedeutung des Erwerbs von Fremdsprachenkenntnissen in dem oben genannten Zitat metaphorisch ausgedrückt hat, bemüht sich das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium seinen Schülerinnen und Schülern der achten Klassenstufe die notwendigen kommunikativen und landeskund­lichen Kompetenzen des Französischunterrichts im frankophonen Sprachraum pra­xisnah zu vermitteln.

Seit fast zwanzig Jahren unterhält das DBG eine auf private Kontakte zurückge­hende Schulpartnerschaft mit dem Établissement Secondaire de Béthusy im schweizerischen Lausanne. Für jeweils eine Schulwoche besuchen sich die Schülerinnen und Schüler der beiden Schulen im jeweiligen Gastland und erfahren dort die Gast­freundschaft der Austauschfamilien, lernen den Alltag der Familien kennen und besu­chen die Sehenswürdigkeiten der Orte und der näheren Umgebung.

Enge persönliche Kontakte der beteiligten Kollegen und Kolleginnen ermöglichten es, in diesem Jahr erstmals das Erzbischöfliche St.-Angela-Gymnasium Wipperfürth in diesen Aus­tausch zu integrieren. Die Zusammenarbeit der beiden oberbergischen Schulen war zur Wahrung dieser langjährigen Austauschtradition notwendig gewor­den denn für die Schweizer Gäste ist der Austausch eine verpflichtende Schulveran­staltung an der immer zwei vollständige Deutschklassen teilnehmen, während er für die Jugendlichen in Wiehl und Wipperfürth eine von mehreren Austauschmöglichkei­ten mit dem fran­kophonen Sprachraum darstellt und entsprechend eine vergleichba­re Teilnehmerzahl nur im Verbund aufgebracht werden kann. Neun Schülerinnen und ein Schüler aus Wipperfürth sowie ihre Französischlehrerin, Frau Jacqueline Broich, nahmen die zu­sätzlichen Fahrzeiten für den Shuttlebus Wipperfürth-Wiehl-Wipperfürth entspre­chend gerne in Kauf, um in vollem Umfang an den gemeinsam mit Frau Adeline Halke seitens des DBG Wiehl geplanten Austauschaktivitäten parti­zipieren zu kön­nen.

Nachdem die Schweizer Gäste in der Woche vom 9.-13. September Wiehl und Wip­perfürth kennenlernen konnten, eine Schifffahrt auf dem Rhein unternahmen, das Bonner Haus der Geschichte besuchten und im Panarbora Waldbröl den Baumwip­felpfad erklim­men und mit Pfeil und Bogen schießen durften, ging es am 7. Oktober für unsere Schülerinnen und Schüler endlich zum Gegenbesuch ins wunderschön am Ufer des Genfer Sees gelegene Lausanne.

Unseren Schweizer Kollegen und Kolleginnen fiel es sehr leicht, uns von der Schön­heit der Stadt und der Na­tur zu begeistern. Neben einer - leider verregneten - Stadt­führung, konnten wir bei Kaiserwetter das malerische Bergdorf Gruyères und die dor­tige Burg besichtigen, die Weinberge um Lausanne erwandern, einen kleinen Zoo besuchen. Selbstverständ­lich gehörten zum Programm auch die Führung durch eine Käserei und eine Schoko­ladenfabrik, in der sich manche unserer Jugendlichen mit kiloweise süßen Mitbringseln für die Daheimgebliebenen eindeckten.

Auch für den freien Nachmittag hatten sich die Gastfamilien großartige Aktivitäten überlegt, die für viele Jugendliche ein weiteres Highlight dieser Fahrt darstellten.

Der Abreisetag kam natürlich viel zu früh und sorgte für das eine oder andere Trän­chen auf beiden Seiten. Trösten konnte an dieser Stelle nur die Aussicht auf die Fort­führung der Kooperation der beiden oberbergischen Schulen auch im kommenden Schuljahr, in Verbindung mit der Perspektive, eventu­ell sogar ein zweites Mal mitfahren zu dürfen.

 

 

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