Buchobjekte in der Wiehler Bücherei

Zwei Kunstkurse der Jahrgangstufe 11 des DBG Wiehl stellen ab 15.11.18 Buchobjekte in der Wiehler Bücherei aus.

Ausgangspunkt für die verfremdende Umgestaltung von Büchern war die Objektkunst des Surrealismus. Die surrealistischen Künstler und Literaten um den Schriftsteller André Bréton waren die ersten, die den Kulturgegenstand ‚Buch‘ objekthaft bearbeiteten und sogar ihren Ausstellungkatalog zum Kunstobjekt umgestalteten.

Die Umgestaltung der Schüler erfolgte auf drei Ebenen: manche Schüler nutzten das Buch als reinen Form- oder Materialanlass, andere thematisierten es allgemein als Gegenstand ‚Buch‘, die meisten bezogen sich aber zusätzlich auf den speziellen Inhalt oder Titel des Buches, was diesem Kulturgegenstand gegenüber einem normalen Gebrauchsgegenstand eine zusätzliche Dimension verleiht.

Die Scheu, einen solchen Kulturgegenstand seiner ursprünglichen Funktion zu berauben und sich ihm mit Messern oder gar Sägen zu nähern, haben heutige Schüler nicht mehr – die Ehrfurcht vor dem Buch scheint eindeutig der Vergangenheit anzugehören. Trotzdem zeigen die vielschichtigen Auseinandersetzungen mit dem Buch nicht nur eine sprühende Kreativität und kritischen Ideenreichtum, sondern auch eine innige Verbindung zu diesem traditionsreichen Bildungsgegenstand sowie auch facettenreiche Reflexionen zu seinem Ausgangsmaterial, Holz und Papier.

Auch insofern werden die Buchobjekte der kreativen Schüler in der Wiehler Bücherei am richtigen Ort und im richtigen Rahmen präsentiert.