Sportprofil

Sportprofil für die Klassenstufe 5

Das Sportprofil des Dietrich-Bonhoeffer Gymnasiums gibt einerseits leistungsstarken Schülern die Möglichkeit ihr Können zu erweitern und eine Vereinbarkeit von Schule und Verein zu gewährleisten (Sportförderunterricht (I)). Andererseits erhalten leistungsschwächere Schüler eine spezielle Förderung im Rahmen des Sportförderunterrichts (II).

 

Dem Problem des körperlich leistungsschwachen, aufgrund verschiedenster Ursachen sensomotorisch retardierten Schülers wird erst in jüngster Zeit Aufmerksamkeit geschenkt. Für eine Förderung leistungsschwacher Schüler sprechen folgende Gründe:

  • Der Zielsetzung „Gesundheitserziehung“ als pädagogischer Auftrag der Schule kann so besonders gut unterstützt werden.
  • Aufgabe des Sportunterrichts aber besonders des Sportförderunterrichts ist es, den Schüler auf eine lebenslange sportliche Betätigung vorzubereiten. Dies gilt vor allem für die sportschwachen Schüler, die  aufgrund ihrer erbbiologisch bedingten körperlichen, geistigen und emotionalen Dispositionen und der damit verbundenen motorischen Interaktionsfähigkeit eher dazu geneigt sind, dem Schulsport den Rücken zu kehren und jede sportliche Tätigkeit abzulehnen.
  • Sportlich leistungsfähige Schüler werden oft durch das eigene Elternhaus, die Schule oder den Verein gefördert. Der leistungsschwache Schüler hingegen bleibt sich oft selbst überlassen.

Da jeder Schüler Anspruch auf die individuelle Entwicklung seiner Fähigkeiten hat, möchte das Dietrich-Bonhoeffer Gymnasium auch dem körperlich leistungsschwachen Schüler außerhalb des regulären Sportunterrichts eine Förderung anbieten.

 

 

Didaktische Grundlagen

Das Sportprofil ist eine Fördermaßnahme des Dietrich-Bonhoeffer Gymnasium Wiehl auf der Grundlage von Bewegung und Sport. Es orientiert sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen und davon abgeleiteten Konzepten. Wahrnehmung und Bewegung sind in ihrer wechselseitigen Verschränkung von elementarer Bedeutung für die kindliche Persönlichkeitsentwicklung. Durch sie lernt das Kind unter anderem, seine Fähigkeiten und sein Verhalten einzuschätzen. Gleichfalls erwirbt es die Fähigkeit, sich den materiellen Gegebenheiten der Umwelt anzupassen und diese seinen Vorstellungen entsprechend zu verändern. Bewegung ist ebenso eine wesentliche Kommunikationsform, über die das Kind Kontakt zu seinen Mitmenschen aufnimmt und sich ihnen mitteilt. Die dabei mit der eigenen Person, mit anderen und mit der materiellen Umwelt gewonnenen Erfahrungen bilden die Grundlage jeder Identitätsentwicklung (vgl. CONZELMANN, 2001)

 

Bedeutung von Wahrnehmung und Bewegung für die Persönlichkeitsentwicklung

Positive Bewegungserfahrungen der Kinder tragen dazu bei, dass diese ein stabiles, realistisches und leistungszuversichtliches Selbstkonzept aufbauen. Bewegung ist ein Grundbedürfnis des Kindes und ist in der menschlichen Natur angelegt. Ohne Bewegung wäre eine Entwicklung von Kindern zu einer selbstständigen, selbstbewussten und gesunden Persönlichkeit nicht möglich. Bewegung stellt somit eine wichtige Grundlage für die Persönlichkeitsentwicklung dar.

 

Biologisch-medizinische Aspekte

Der Persönlichkeitsentwicklung und deren Förderung kommen in der Psychomotorik zentrale Bedeutung zu. Dabei wird Bewegung in einem  umfassenden Verständnis als wesentliches Medium der Anbahnung  und Unterstützung von Entwicklungsprozessen betrachtet. Für eine harmonische Persönlichkeitsentwicklung ist die Berücksichtigung von Grundbedürfnissen der Kinder Voraussetzung. Empathie, Wertschätzung, Anregung und Selbstverwirklichung bilden in diesem Sinne die Grundlage von schulischen Fördermaßnahmen, die das Kind in den Mittelpunkt stellen. Die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen wird von ihren Lebensbedingungen bestimmt. Bewegungsmangel, Verlust an Selbsttätigkeit und einseitige Sinneserfahrungen werden gegenwärtig aus motorischer  Sicht als die auffälligsten Merkmale von heutiger Kindheit genannt. Kinder, die aus diesen Gründen in ihrer Entwicklung beeinträchtigt bzw.  gefährdet sind, benötigen Fördermaßnahmen im Sinne einer „Entwicklungshilfe“. In einem ganzheitlichen Verständnis bestimmen in enger Wechselwirkung körperliche, psychische, soziale und ökologische Dimensionen die  menschliche Gesundheit. Wurde bislang das Nachdenken über Gesundheit von der Frage geprägt, was Menschen krank werden lässt, rückt nun die Frage nach der Entstehung von Gesundheit in den Vordergrund. Im Salutogenese-Modell wird sie als ein ständiger Balanceprozess beschrieben. Gesundheitsförderung zielt demnach auf den Aufbau von Schutzfaktoren, die Gesundheit trotz vielfältiger Belastungen erhalten bzw. stärken (z. B. positives Selbstkonzept, soziale Unterstützung, Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems).

Die Leistungsfähigkeit des Organismus ist unter anderem von Art und Umfang der Bewegung abhängig. Vielfältige und häufige Bewegungsreize fördern die Bewegungskoordination, den Aufbau des Haltungs- und Bewegungsapparates und regen das Herz-Kreislauf-System sowie den Stoffwechsel an.

 

Sportförderunterricht (I)

Der Profilunterricht im Fach Sport dient der Verbesserung der motorischen Leistungsvoraussetzungen der Schüler. Sporttheoretische Kenntnisse werden in grundlegende naturwissenschaftliche Zusammenhänge gestellt. Somit können die Schüler ihre sportlichen Handlungen zunehmend besser in den naturwissenschaftlichen Kontext einordnen sowie Handlungsabläufe bewusst analysieren. Durch experimentelles Bewegungshandeln unter Einbeziehung vielfältiger Sportgeräte und Sportmaterialien wird die Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und Einsichten gefördert. Das Profil unterstützt die Schüler bei der Entwicklung eines verstärkten Gesundheitsbewusstseins bezogen auf die durch das Sporttreiben beanspruchten körperlichen Funktionen und das sportliche Bewegungshandeln. Zum fairen sportlichen Wettkampf, der im Profilunterricht von zentraler Bedeutung ist, gehören Teamgeist, Regelverständnis, Ehrlichkeit und Achtung vor den sportlichen Leistungen anderer. Neben der Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit wird das sportgerechte soziale Handeln der Schüler gefördert. Um den Beitrag des sportlichen Profils zur allgemeinen Bildung zu realisieren, werden im Profilunterricht die folgenden allgemeinen Ziele angestrebt:

 

  • Entwickeln von motorischen Fähigkeiten und sportspezifischen Fertigkeiten
  • Erweitern des Wissens über grundlegende Methoden des Trainierens sowie deren Anwendung in der Sportpraxis
  • Erklären sportlicher Handlungsabläufe mit Hilfe naturwissenschaftlichen Wissens
  • Entwickeln der Fähigkeit und Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit den verschiedenen Funktionen des Sports

 

Zusätzliche Lernzielebenen im sportlichen Profil:

  • Neues kennen lernen und Bekanntes aber nicht Gekonntes aneignen bzw. ausprägen
  • Steigerung des Ausprägungsniveaus sportmotorischer Leistungsvoraussetzungen
  • Vervollkommnen der Lern- und Leistungsvoraussetzungen für das Ausprägen einer sportlichen Fertigkeit und damit weitere Steigerung der Ausführungsqualität
  • Der Profilunterricht ist mehrperspektivisch zu gestalten, um die Handlungsfähigkeit der Schüler im Sport weiter zu verbessern.

 

Sportförderunterricht (II)

Die Frage was unter Leistungsschwächen zu verstehen ist, welche Ursachen sie haben, wie man sie diagnostizieren kann und welche Folgen sie haben, ist schwer zu beantworten. Im Sportunterricht fallen immer wieder Schüler auf, die ängstlich, gehemmt, adipös, hyperaktiv, retardiert, akzeleriert, langsam und vielfach als Flaschen oder Versager etikettiert werden. Das Dietrich-Bonhoeffer Gymnasium möchte speziell diesen Schülern die Möglichkeit geben, ihr Können zu erweitern und Erfolgserlebnisse im und durch den Sport zu erfahren. Neben den sportmotorischen Fördermaßnahmen steht die Motivation für sportliche Aktivitäten im Vordergrund. Dies wird u.a. durch spezielle Angebote gewährleistet (z.B. das Ablegen von Schwimm, und Laufabzeichen). Kein Schüler soll vergessen werden.

 

 

 

Aktuell:

In der letzten Woche vor Weihnachten gab es für beide Profile eine sportliche Weihnachtsfeier der besonderen Art.

 

Sammeln von vielfältig koordinativen Erfahrungen auf dem großen Trampolin.

 

 


Sportprofilkurs Oberstufe

Erstmalig gibt es am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium die Möglichkeit, nicht nur die eigenen sportmotorischen Fähigkeiten bzw. Fertigkeiten und sporttheoretisches Wissen im Rahmen des „normalen Sportunterrichts“ zu erweitern, sondern auch in der Praxis auf andere anzuwenden. Durch eine Kooperation mit der Grundschule GGS Wiehl ist dies in einer ersten Klasse (Frau Birkenstock) und in einer vierten Klasse (Frau Lauer) möglich.

 

 

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln aus speziellen Unterrichtsvorhaben unterschiedlicher Bewegungsfelder eigene der Lerngruppe angepasste Konzepte der Umsetzung. Diese werden in Kleingruppen ausgearbeitet und nach vorheriger Hospitation unter Anleitung durchgeführt und ausgewertet. 

 

Dabei sind auf Grundlage der bestehenden Rahmenvorgaben folgende Qualitätsbereiche von besonderer Bedeutung:

 

1.      Individuelle Förderung

2.      Leistung

3.      Schulinternes Curriculum

4.      Unterricht-Gestaltung

5.      Unterricht-Prozess

6.      Unterrichts-Lernumgebung

 

Neben den aufgeführten Qualitätsbereichen spielen sportpädagogische Kenntnisse, sportpsychologische Grundlagen, Gesundheitserziehung, „Fair Play“, sportmethodische Vermittlungskonzepte sowie die Planung/Durchführung und Auswertung von Sportveranstaltungen eine wichtige Rolle.

 

Darüber hinaus erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, an unterschiedlichen Fortbildungen teilzunehmen und erweitern so ihre Kompetenzen.

Exkursion zum Kinderleichtathletikwettkampf in FFM (Leichtathletikhalle Kalbach) (16.03.2013)

Die Schülerinnen und Schüler trafen während der Hospitation Betty Heidler!

 

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Vielen lieben Dank an alle Organisatoren und Helfer!

 

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Weihnachtshelferprüfung 2015 im SPP der Klassenstufe 5

 

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SPPWeihnachtsfeier155

 

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