Unterstufe Informationen Eltern

 

Am Ende des 6. Schuljahres muss die Frage beantwortet werden:

Ist das Kind auf der geeigneten Schulform oder nicht?

 

Formaljuristische Kriterien

Das Kind muss die Bedingungen für die Versetzung in die Klasse 7 erfüllen.

Fachspezifische und persönliche Kriterien

Neben den Noten werden von Beginn der Erprobungsstufe an auch alle allgemeinen fachspezifischen Aspekte bedacht (Zeigt das Kind Sprachgefühl? Kann es mathematische Problemstellungen eigenständig erfassen?.....) und die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes beobachtet (Hat das Kind eine gute Arbeitshaltung? Kann das Kind sich selbstständig organisieren?.....)

Am Ende der Erprobungsstufe wird von dem Kind erwartet, dass es bei Ansteigen des Schwierigkeitsgrades solide Grundkenntnisse vorweist, abstrakt denken kann, über methodische Kompetenzen verfügt sowie breites Interesse an den vorgestellten Unterrichtsinhalten zeigt.

Daher muss die Entscheidung am Ende der Erprobungsstufe mit Blick auf die zukünftigen Anforderungen getroffen werden.

 

Was geschieht, wenn Probleme auftreten?

Am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium wird Beratung als ganz wichtig angesehen.

Vereinbaren Sie bei Problemen sofort einen Beratungstermin!

 

Kooperation Elternhaus – Schule

Wie wir alle wissen, haben wir alle Ideen, Wünsche und Vorstellungen, was das Arbeiten, Lehren und Lernen der Schule betrifft, aber leider haben Schule und Elternhaus schon mal unterschiedliche Vorstellungen. Das kann für das Kind schon einmal  zu unnötigem psychischen Druck führen. Aus diesem Grund weise ich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich daraufhin, dass bei allen anstehenden Fragen und Problemen unverzüglich mit der Schule Kontakt aufgenommen wird. Die Diskussion über Leistungen, Verhalten und Entwicklung des einzelnen Kindes muss zwischen den Eltern und den Lehrkräften individuell in aufgeschlossener, vorurteilsfreier, vertrauensvoller Atmosphäre gepflegt werden.

Alle Fachlehrer haben eine Sprechstunde pro Woche. Einen Termin mit den einzelnen Fachlehrern müssen Sie vorher absprechen.

 

Klassenarbeiten und Notenfindung

Die Klassenarbeiten sind in der Anzahl und in der Dauer per Erlass vorgeschrieben. In der Erprobungsstufe sind das pro Schuljahr sechs Klassenarbeiten von bis zu einer Schulstunde Dauer in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Französisch bzw. Lateinisch. In den übrigen Fächern sind kurze schriftliche Übungen und das Abfragen der Hausaufgaben in schriftlicher Form erlaubt. An einem Schultag ist nur eine Klassenarbeit erlaubt. Die Zahl der Klassenarbeiten pro Woche ist auf zwei begrenzt.

Die Klassenarbeiten sind für viele Eltern der wichtigste, sicher aber auch der klarste Nachweis über den Leistungsstand des Kindes. Infolgedessen wird ihre Bedeutung oft überschätzt. Für das Kind entsteht dadurch nicht selten unnötiger psychischer Druck, der sich sogar leistungshemmend auswirken kann. Neben den Klassenarbeiten sind die Mitarbeit im Unterricht, außerdem die sorgfältige und regelmäßige Erledigung der Hausaufgaben ein wichtiges Kriterium für die Findung der Gesamtnote.

Hausaufgaben

Hausaufgaben sollen von den Schülerinnen und Schülern selbstständig und in angemessener Zeit (90 Minuten täglich) gelöst werden. Darüber hinaus sind das regelmäßige Wiederholen der gelernten Vokabeln und die Vorbereitung auf den Unterricht des kommenden Schultages zu berücksichtigen. Zu Beginn sollte das Kind den Schulranzen gemeinsam mit den Eltern entsprechend dem neuen Stundenplan packen. Dabei sollte sehr darauf geachtet werden, dass keine unnötigen Dinge den Ranzen zusätzlich schwer machen.

 

Mitarbeit und Verhalten im Unterricht

Dies ist der schwierigste Punkt im Beurteilungsaspekt. Neben den leistungsbezogenen Kriterien sind auch die Persönlichkeitsmerkmale zu berücksichtigen. In den Erprobungsstufenkonferenzen wird hierüber intensiv diskutiert. Die folgenden Gesichtspunkte finden hier Beachtung:

-          Arbeitsweise

-          Leistungsfähigkeit

-          Sozialverhalten

-          Persönliche Umstände

 

Wie erleichtere ich meinem Kind den Übergang von der Grundschule ins Gymnasium?

 

-          Nehmen Sie sich Zeit, Ihrem Kind zuzuhören.

-          Lassen Sie Ihr Kind spüren, dass Sie sich dafür interessieren, was es in der Schule an Neuem erfährt.

-          Führen Sie Ihr Kind weiterhin, denn es ist mit dem Schulwechsel nicht plötzlich erwachsen geworden.

-          Kontrollieren Sie konsequent die Ordnung und die Vollständigkeit der Hausaufgaben (nicht deren Richtigkeit).

-          Überprüfen Sie regelmäßig den Inhalt des Schulranzens und entfernen alles Überflüssige.

-          Richten Sie Ihrem Kind einen Arbeitsplatz ein, an dem es ohne Störungen und Ablenkung lernen kann.

-          Üben Sie mit Ihrem Kind zügiges und verstehendes Lesen; denn das ist eine entscheidende Grundlage für alle Fächer.

-          Halten Sie Kontakt zu allen Lehrern. Nehmen Sie regelmäßig an Elternabenden und Schulveranstaltungen teil.

-          Loben Sie Ihr Kind; denn Lob ist der beste Motivator.

-          Bleiben Sie stets gelassen.

 

 

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind einen guten Start am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium!

 

 

 

Buchempfehlungen

 

 

1.      Hartmut von Hentig: Warum muss ich zur Schule gehen? (Carl Hanser-Verlag)

Ein Buch für Kinder ab 10 Jahren, für Eltern und Pädagogen.

 

2.      Endres/Althoff: Das Anti-Pauk-Buch (Beltz-Verlag)

Das Anti-Pauk-Buch will helfen, dass Lernen vom „sturen Pauken“ zum „lustbetonten Erlebnis“ wird.

 

3.      Vera F. Birkenbihl: Das „neue“ Stroh im Kopf? (MVG-Verlag)

Für Eltern, die an den Hintergründen von Lern- und Lehrprozessen interessiert sind.